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Die Welt zu Gast bei Freunden

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Air Berlin - Fluggast wie Terrorist behandelt

Der Rückflug nach Deutschland wurde für einen spanischen Jura-Professor zur Zumutung: Fluggäste und Piloten behandelten ihn wie einen Terroristen - weil er sich seinen Bart nicht geschnitten hatte.

Von Uschi Treffer

Pablo Gutiérrez Vega ist von dunkler Hautfarbe. Er hat schwarze Haare und tiefbraune Augen. Während der Sommerferien ließ sich der Juraprofessor einen dichten Vollbart wachsen. Den wollte er sich erst zu Semesterbeginn wieder stutzen - der 35-jährige Spanier rasiert sich nicht gerne.

Mit seinem Aussehen aber erregte Gutiérrez auf einem Air-Berlin-Flug von Sevilla nach Dortmund das Misstrauen deutscher Passagiere. "Sie haben mich wegen meiner Erscheinung wie einen islamischen Terroristen behandelt", sagte er der spanischen Zeitung El País.

Der Vorfall hatte sich bereits im August ereignet: Bei einem Zwischenstopp in Palma de Mallorca hätten ihn drei Fluggäste angesprochen, berichtet Gutiérrez. Die Männer wollten sein Handgepäck durchsuchen und forderten, dass er aussteigt. Das verweigerte er. "Ich fühlte mich gedemütigt."

Besonders kritisiert Gutiérrez das Verhalten des Piloten. Der habe ihn aufs Rollfeld gebeten und ihm dort erklärt, dass ihn die Fluggäste für einen Muslim hielten. Der Pilot habe angeboten, ohne diese Passagiere zu fliegen oder das Handgepäck im Cockpit zu transportieren. Letzteres habe er akzeptiert, sagt Gutiérrez, um keine weiteren Schwierigkeiten zu verursachen.

Ein Vertreter der Fluggesellschaft Air Berlin entschuldigte sich inzwischen für den Vorfall und erklärte, der Pilot hätte die Passagiere des Flugzeugs verweisen müssen. Der Professor fühlt sich als Opfer von Rassismus und hat einen Anwalt mit rechtlichen Schritten gegen die Fluglinie beauftragt. "Die Kultur der Angst hat eine gefährliche Grenze erreicht", sagt er. "Ich entscheide immer noch selber, wann ich meinen Bart schneide."

Source: http://www.sueddeutsche.de/reise/artikel/420/87333/

:ohno:

Angesichts sowas frag ich mich immer wieder, wie es diese unerschütterlichen, angstlosen Teufelskerle in ihren fliegenden Kisten immer wieder schaffen die Lufthansa Flüge 600 nach Arabien durchzuführen, ohne jeden arabisch aussehended Fluggast des Flugzeugs zu verweisen.

Aber mal im Ernst: Nicht viel übrig von der "die Welt zu Gast bei Freunden"- Kultur 1,5 Monate später.

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Da diese Freunde-Geschichte ja speziell wegen der Fußball-WM aufgzogen wurde, vielleicht als Unterstützung von Andreas' Theorie noch eine Meldung aus dem Fußball selbst:

Ogungbure wird wieder beleidigt

Erneut hat es rassistische Schmährufe gegen Adebowale Ogungbure gegeben. Der gebürtige Nigerianer und sein aus dem Kongo stammender Teamkollege Rolf-Christel Guié-Mien waren bei dem Punktspiel ihres Oberliga-Klubs FC Sachsen Leipzig gegen den Halleschen FC (0:1) die Opfer. Ogungbure bereits zum zweiten Mal, nachdem es im März dieses Jahres ebenfalls bei einem Spiel der beiden Klubs zu ähnlichen Pöbeleien gekommen war.

[...]

Der Schiedsrichter hatte am Sonntag nicht auf die Rufe aus dem HFC-Block reagiert. Viele Leipziger Anhänger forderten jedoch: "Nazis raus!" Zenker sei inzwischen auch von DFB-Präsident Theo Zwanziger angerufen worden. Der Verbandschef nehme die Vorfälle sehr ernst, so Zenker gegenüber dem "Tagesspiegel". Bei den Attacken gegen Ogungbure nach Spielschluss im März war es damals nicht zu einer Verhandlung gekommen, da der Unparteiische diese nicht in einem Bericht aufgenommen hatte.

[...]

Ogungbure hatte bei den Vorfällen im März den pöbelnden Fans aus Protest den Hitlergruß gezeigt und war danach auf dem Spielfeld tätlich angegriffen worden. Die Polizei ermittelte seinerzeit gegen Ogungbure, nicht aber gegen die Rassisten.

[...]

Traurige Wahrheit ist allerdings, daß solche Sachen eigentlich ganz normal sind in Deutschland... ich erinnere mich an Zeiten, wo ein Anthony Yeboah auch mit Affenrufen begrüßt wurde, und zwar in der Bundesliga im EIGENEN Stadion.

Ich denke nicht, daß sich irgendetwas Entscheidendes in dieser Richtung in Deutschland tun wird.

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Speziell im Fußball ist das ganze eine sehr schwierige Angelegenheit. Wir haben darüber beim Fußballstammtisch (ein Forum für Fans aller Vereine) sehr ausgiebig diskutiert und es ist halt nicht alles so einfach, wie es der DFB gerne hätte.

Bestes Beispiel ist z.B. das Spiel von Saarbrücken bei den Kickers in Stuttgart, vor ein paar Wochen, wo sich zahlreiche Vollidioten der Erlebnisfront unrühmlich hervorgetan haben.

Die Polizei war mit der Situation mehr als überfordert und am Ende wurden unbeteiligte Fans von Polizeihunden gebissen usw.

Allerdings sind diese Leute bei so gut wie keinem Heimspiel mehr anwesend und ansonsten auch nicht im Umfeld des Vereins präsent, soll also bedeuten, (fast) keiner von den normalen Fans kennt diese Leute und dementsprechend kann auch keiner Angaben machen, um wen es sich handelt oder die Leute zur Rechenschaft ziehen.

Bei diesen idiotischen Affengebrüll und Nazi-Gesängen kann eigentlich von aussen keiner helfen. Die Fanszenen müssen sich "selbst reinigen" und diese Leute gezielt aus ihrer Mitte verbannen. Das dies möglich ist, hat sich auch in Saarbrücken gezeigt, wo mal ein paar dieser Hohlköpfe die eine Abreibung einstecken mussten, aber seitdem auch nicht mehr anwesend waren.

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Den ersten Artikel finde ich ziemlich krass. Was für Angst die Menschen nur haben müssen durch diese Anschläge. Aber es ist auch ungerecht jemanden so zu behandeln, weil er einen Vollbart hat und "gefährlich auszusehen scheint. Vorurteile eben.

Dabei könte es genauso gut sein das jemand einen Angriff oder sonst was plant obwohl er ganz normal aussieht und man ihm das nie anmerken würde.

Ich find da sollte sich Lufthansa mal sowas von schämen. :annoyed:

Die ganzen Terroranschläge bringen immer mehr rassismus in die welt, das wird immer mehr spürbar. ich würde auch nicht gleich alle die aus dem Irak kommen als Attentäter verurteilen, es sind auch Menschen wie du und ich.

So das war mal ein Wort zum Sonntag :kicher:

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Den ersten Artikel finde ich ziemlich krass. Was für Angst die Menschen nur haben müssen durch diese Anschläge. Aber es ist auch ungerecht jemanden so zu behandeln, weil er einen Vollbart hat und "gefährlich auszusehen scheint. Vorurteile eben.

Als ich in Stuttgart gewohnt habe und dort Kirchentag war, haben mich Polizisten nicht zum Hauptbahnhof durchgelassen... lange Haare, Vollbart, Siff-Mantel... haben wohl gedacht, daß ich ein Penner wäre oder sowas. Bin ich halt zu Fuß zur Uni gelaufen, wo ich damals noch ein aufstrebender Student war. ;)

Zum Thema:

Rassismus-Vorwürfe gegen DFB-Junioren

EM-Qualifikation verpasst, Olympiateilnahme verspielt - die Niederlage der deutschen U21-Junioren gestern gegen England war in mehrfacher Hinsicht folgenschwer. Zudem berichten die Gäste von rassistischen Beleidigungen durch das deutsche Team.

Leverkusen - Die Worte wiegen schwer und überdecken die großartige kämpferische Leistung der deutschen U21-Nationalmannschaft, die nach der 0:2 (0:0)- Niederlage gegen England die EM- Qualifikation verpasst hat: Die dunkelhäutigen englischen Verteidiger Micah Richards und Anton Ferdinand erhoben schwere Vorwürfe gegen die deutsche Auswahl, nannten aber keine Namen. "Zwei Spieler haben berichtet, dass sie Opfer rassistischer Schmähungen deutscher Spieler geworden seien", hieß es in einer Stellungnahme des englischen Verbandes FA. Richards und Ferdinand hätten berichtet, sie seien als "Affen" bezeichnet worden. "Es ist unsere Pflicht, dies der Uefa zu melden", hieß es in der Stellungnahme weiter.

"Das muss untersucht werden und wird Konsequenzen haben", sagte daraufhin Uefa-Präsident Lennart Johansson dem englischen Radio-Sender BBC. Offiziell will der europäische Fußballverband zu dem Fall aber erst Stellung beziehen, wenn er den Bericht des tschechischen Schiedsrichters Jaroslav Jara erhalten hat. Vor der Partie hatten sich beide Mannschaften vor einem Uefa-Transparent mit der Aufschrift "Kein Rassismus" fotografieren lassen.

[...]

(Quelle und vollständiger Artikel: Spiegel ONLINE)

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Kann ich mir eigentlich nur schwer vorstellen, da auch in den deutschen Nachwuchsmannschaften einige Spieler mit dunklerer Hautfarbe oder von ausländischer Herkunft spielen und gespielt haben.Vielleicht ist ja der Begriff "Inselaffen" gefallen.

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Ich find da sollte sich Lufthansa mal sowas von schämen.

Lies mal nochmal genau. Das ganze geschah in nem Air Berlin Flugzeug. Und die haben - im Gegensatz zu LH - nicht mal Flüge in Arabische Länder im Angebot (wie soll deren gemeiner Passagier dann auch einen Arabischen Staatsbürger von einem Spanischen Staatsbürger unterscheiden können? :x ). LH fliegt vice versa dafür auch nicht als Touri-Bomber nach Palma...

@ U21: Kann mir auch nicht erklären wer da was gesagt haben soll. Wie AL18 ja auch gesagt hat, sind's die meisten ja gewöhnt. Auf jeden Fall aus der Nationalmannschaft, viele auch aus dem Verein (Rensing, z.B., der muss wohl am Traininsplatz Spanisch sprechen :D ).

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Interessantes Interview im Spiegel:

RASSISMUS IM FUSSBALL - "Von Gegenspielern, Zuschauern und Schiedsrichtern beschimpft

Wenn Martino Gatti mit seinem Berliner Club Yesilyurt im Osten kickt, brüllen gegnerische Fans: "Die blöden Kanaken kommen." Im Interview mit SPIEGEL ONLINE berichtet er von pöbelnden Linienrichtern - und einem Stadionsprecher, der jubelt, wenn "endlich ein Deutscher" eingewechselt wird.

SPIEGEL ONLINE: Herr Gatti, am Wochenende wurde in Brandenburg ein Schiedsrichter niedergeschlagen, türkische Jugendspieler verprügelten ihre Gegenspieler. Überraschen Sie solche Vorfälle?

Martino Gatti: Nein. Schon in den letzten Jahren ging es auf und am Rande der Fußballplätze immer aggressiver zu. Besonders intensiv erlebe ich das, seit ich in der Oberliga Nordost für den Berliner Club SV Yesilyurt spiele. Bei den Auswärtsbegegnungen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg herrscht uns gegenüber häufig eine äußerst feindselige Stimmung.

PIEGEL ONLINE: Sie selbst sind italienischer Herkunft, Ihr Verein hat türkische Wurzeln. Was erwartet ein ausländisches Team im Osten?

Gatti: Anfeindungen und Beleidigungen jeglicher Art. Wir werden von Gegenspielern, Schiedsrichtern und Zuschauern beschimpft. Vor, während und nach dem Spiel. Egal, ob wir gewonnen oder verloren haben.

SPIEGEL ONLINE: Was passiert genau?

Gatti: Es fängt an, wenn wir mit dem Bus ankommen. Dann brüllen zuweilen schon einige: "Die blöden Kanaken kommen." Während des Spiels nehmen die Beschimpfungen zu. Besonders schlimm ist es, wenn wir gewinnen. Dann herrscht eine extrem aggressive Atmosphäre. In Neustrelitz wollten uns die gegnerischen Spieler verweigern, zu duschen. Einmal mussten wir nach Spielschluss eine halbe Stunde im Bus warten, bis die Polizei den Mob beruhigt hatte und wir nach Hause fahren konnten.

SPIEGEL ONLINE: Wie verhalten sich die Vereinsverantwortlichen?

Gatti: Sie ignorieren oft solche Vorfälle. In Neustrelitz wurde sogar von offizieller Seite Stimmung gegen uns gemacht. Der Stadionsprecher kommentierte die Einwechslung eines Spielers von uns mit dem Satz "Endlich wird mal ein Deutscher gebracht".

SPIEGEL ONLINE: Werden Sie von den Schiedsrichtern geschützt?

Gatti: Die Schiedsrichter greifen viel zu wenig ein. Sie hören reihenweise weg. Beschwert man sich deshalb, riskiert man eine Gelbe Karte. Selbst ein Linienrichter hat einmal zu unseren Leuten auf der Bank gesagt: "Geht doch dahin zurück, wo ihr herkommt."

[...]

(Quelle und vollständiger Artikel: Spiegel ONLINE)

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Ja, das ist extrem schlimm sowas. Versteht mich nicht falsch ich will hier niemanden von diesen Idioten die den Fussball so versauen verteidigen aber das scheint mir etwas übertrieben:

In Torgelow zum Beispiel erwarteten uns zum Auslaufen nach Spielende einheimische Zuschauer auf dem Platz. Die Aggressionen waren förmlich zu spüren.

Ich bin nämlich selbst bei genug Spielen von Torgelow dabei aber sowas habe ich noch nie erlebt.

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